Leseprobe Kinderbuch
Die Abenteuer der Freunde Karla Petra Toni Werner
Eine Leseprobe zu meinem Ersten Kinder Astronomiebuch.
Liebe Eltern, bitte geben Sie nach einer Lestunde mit Ihren Kindern unten am Ende dieser Seite eine Beurteilung ab.
Das Buch wird vorraussichtlich ab Herbst 2010 zur Bestellung auf dieser Seite aufgeschaltet.
Mit besten Grüssen Manny
Kapitel 1 "Die Faszination Mond"
Leseprobe Teil 1
| Teil 2
| Teil 3
Am Abend des Vollmondes versammelten sich die Freunde Karla, Petra, Toni und Werner beim grossen Baum auf der Südseite ihres Terrains. Das Terrain liegt im südlichen Teil der Schweiz und befindet sich oberhalb des Genfersees. Die Freunde gehören zu einer alt eingesessenen Mäusefamilie, die vor über 70 Jahren dieses Terrain zu Ihrem zuhause bestimmten. Alle vier sind im letzten Frühjahr auf die Welt gekommen und besuchen zusammen die Mäuseschule unter der Leitung des Mäuselehrers Neptun. Sie hatten in den letzten Wochen mit ihm im Unterricht das Planetensystem besprochen. Toni war froh, dass er an der Prüfung auf den Merksatz zur Benennung der Planeten zurückgreifen konnte. Es hat die vier Freunde begeistert, was ihr Mäuselehrer Herr Neptun alles über den Himmel wusste.
Ja und Karla, die sich schon immer für die Welten ausserhalb ihrer eigenen interessierten, waren davon überzeugt, dass sie es schaffen würden, auch neues zu entdecken. Toni und Petra sind von den Ideen begeistert, die Karla ihnen unterbreitet und Werner kann es kaum noch abwarten, diese mit umzusetzen. Um ihnen einen Einblick in diese Welten zu geben, hatte Karla sich überlegt, ihnen den Vollmond einmal genauer zu zeigen. Vor einer Woche hatte Karla auf dem Weg von der Müllhalde zurück zu ihrem Terrain ein Lupenglas gefunden und mit Werner zusammen eine Art Fernglas gebaut. Das Fernglas bestand aus einem Papprohr und diesem Lupenglas. Dank dem Geschick von Werner war es ihnen gelungen, das Glas mit Zahnstochern im Rohr zu fixieren. Jetzt war der ersehnte Moment gekommen, wo die Abendsonne am Horizont verschwand und der Vollmond hinter den rötlichen Wolken hervorkam.
Mit Spannung haben Petra und Toni das Papprohr schräg auf einen Steinhaufen gelegt und mit den Anweisungen von Karla die Position optimiert. Karla flippte vor Freude fast aus und tanzte auf der Wiese herum. So ein Gefühl hatte er noch nie im Bauch gehabt. Nun war Werner an der Reihe und auch er konnte sich einen Schrei der Faszination nicht verkneifen und setzte noch ein Juhu obendrauf. In dem Rohr sah er den Mond, und es schien, als ob dieser gerade knapp in das Rohr passte. Er sah die Krater und Mare des Mondes in ihrer ganzen Wahrhaftigkeit und ein Kribbeln lief ihm über den Rücken. Werner war in dem Moment bewusst, dass er diesen Steinbrocken am Himmel unbedingt erkundschaften musste. Schon malte er sich in den Gedanken aus, wie er diesen Mond betritt und sein ganzes Mäusegewicht auf diese Oberfläche bringt. Werner liess fürs erste von der Lupenkonstruktion ab und ging zu Petra, um Sie abzulösen. Karla folgte seinem Beispiel und löste Toni ab. Als Petra durch das Papprohr schaute, war nichts mehr zu sehen. Erschrocken schaute sie am Papprohr vorbei und war erleichtert, dass der Mond noch da war. Aber warum sah sie ihn nicht? Im Anflug leichter Panik fragte sie Karla und Werner, ob sie das Papprohr bewegt hätten. Die beiden Mäuse bestätigten ihr aber nur, dass sie ganz sicher seinen, das Papprohr nicht bewegt zu haben. Toni gab den entscheidenden Hinweis, dass der Mond sich in den letzten Minuten soweit bewegt hatte und somit im Papprohr nicht mehr zu sehen sei. Toni gab auch gleich darauf den Befehl an Karla und Werner, das Papprohr im Uhrzeigersinn etwas nach Westen zu drehen. Petra schrie auf, als der Mond in ihr Blickfeld kam. Mit einem so riesigen Objekt vor dem Auge hatte sie nicht gerechnet. Die Faszination und die beeindruckende Grösse lösten Schweissperlen bei ihr aus. Den anderen dreien gestand sie, dass sie nach den Ausrufen eine grosse Erwartungshaltung eingenommen hatte, diese aber von der Realität um vieles übertroffen wurde. Nun endlich durfte auch Toni durch das Papprohr schauen. Er war der erste, der Dank der bewegten Ausbrüche der anderen Dreien mit Ruhe und Gelassenheit dem Abbild des Mondes Rechnung trug. Er erkannte, dass der Mann im Mond durch die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen des Mondes geformt wurde. Die riesigen flachen Maregebiete und die rauhen Zonen in den kraterüberwucherten Mondgebieten hat seine Vorstellungen bei weitem übertroffen. Das Funkeln der schwarzen runden Mäuseaugen wurde durch das Mondlicht immer mehr aktiviert. Die vier Freunde haben sich an diesem Abend noch stundenlang mit dem Mond und seiner Oberfläche beschäftigt. Karla begann sogar auf einem Butterbrotpapier mit einem abgebrochenen Bleistift die Details aufzuzeichnen. Sie war mit Werner und Toni von den Kratern am Mondrand besonders fasziniert.
Als der Mond nun am Himmelsfirmament unterzugehen drohte und das Abbild im Papprohr immer mehr zu flackern begann, haben die Vier den Heimweg zu ihren Schlafbauten im Norden angetreten. Immer wieder schauten Sie mit einem gewissen Glücksgefühl im Bauch zum nun immer röter werdenden Mond zurück. In dieser Nacht hatten alle einen ruhigen und erholsamen Schlaf.
Noch immer etwas aufgeregt haben die vier Freunde am nächsten Tag in der Schule Herrn Neptun die Zeichnungen von Karla gezeigt, während Herr Neptun kritisch und interessiert die Zeichnung studiert und über die Detailtreue dieser Zeichnung fasziniert ist, hört er den Erzählungen der Kinder zu. Herr Neptun hat selbst noch nie die Möglichkeit gehabt den Mond so nahe zu beobachten und war innerlich schon etwas neidisch auf die vier Freunde. Um aber den Eifer der Vier aufrecht zu erhalten und die anderen Kinder nicht zu benachteiligen hatte Herr Neptun sich in den letzten Minuten überlegt den Mond in den nächsten Tagen im Unterricht zu behandeln. Da das Wetter für diese Woche als sehr gut angesagt war, hat er mit den vier Freunden beschlossen einen Mondschauabend zu veranstalten. Damit hätten alle Kinder die Möglichkeit durch das Fernrohr zu schauen. Die vier Freunde könnten offen über Ihr erlebtes berichten und alle könnten dieses dann auch erfahren. Herr Neptun ist auf seine Idee stolz und froh das die vier Freunde auch begeistert sind. Nun kann er es kaum noch abwarten selbst den Mond durch ein Fernrohr zu beobachten.
Voller Freude und Stolz sind Karla, Paula, Toni und Werner zurück in die Klasse gegangen und haben sich innerlich auf den Nachmittagsunterricht mit Herrn Neptun gefreut. Die anderen Kinder bemerkten die Stimmung der Vier sofort, aber da der jetzige Lehrer schon am Pult sass hatten sie keine Gelegenheit zum Fragen was los sei. Die Schulstunde ging nun schnell um und da dann Mittagspause war und alle Mäusekinder als erstes beim Mittagstisch sein wollten, hatten die Vier auch jetzt eine ruhige Zeit. Karla und Toni haben besprochen wie sie das Fernrohr optimieren könnten und Paula und Werner unterhielten sich um eine Lösung für die Bewegung des Fernrohres zu finden, damit Sie den Mond immer im Fernrohr haben konnten. In der Nacht gab es mit den Steinen immer wieder Probleme. Eingetroffen in der Baracke, wo es für alle Kinder Essen gab, haben die Vier sich das Tagesmenu geschnappt und sich die Mägen voll geschlagen. Astronomie macht eben Hungrig!
Am Nachmittag in der Schule hat Herr Neptun das Thema für die aktuelle Woche an die Tafel geschrieben. In seiner sauberen Schrift stand in gross Buchstaben dort zu lesen „DER MOND“ und darunter Entsand langsam eine Definitionsliste die Herr Neptun mit den Kindern gemeinsam erarbeitete. Es fielen Begriffe wie „Klein Planet“,
„Nachbars Erde“, „Gesteinsbrocken“, „Immer unterschiedlich Gross“, „Zunehmender Mond“, „Vollmond“, „Halbmond“, „Abnehmender Mond“, „Leermond“, „27. Tageszyklus“, „Erdtrabant“, „Umlaufbahn“. Herr Neptun war überrascht, was den Kindern schon alles aufgefallen ist. Nun hat er einen Zettel vorbereitet den er in der Klasse verteilte und den Kindern dazu sagte das Sie wenn das Wetter schön bleibt übermorgen den Mond durch ein Fernglas besichtigen werden. Er fragte im gleichen Zuge, ob Karla, Paula, Toni und Werner Ihm helfen könnten. Die vier Freunde bejahten begeistert seine Frage. Der Zettel musste zu Hause von den Eltern gegengezeichnet werden. Nun gab es noch Hausaufgaben für alle und danach war Schulschluss. Die vier Freunde gingen gemeinsam Heim und verabredeten sich zum Sonnenuntergang beim grossen Baum auf der Südseite ihres Terrains.
Karla hatte die Hausaufgaben, welche die Definitionsfrage zum Thema MOND von der Schule anhand des Astronomiebuches zu beantworten galt schnell beantwortet.
Sie schrieb die erarbeitete Definition mit dem Füller sauber in Ihr Schulheft.
Fach: Astronomie Lehrer: Herr Neptun
Thema: DER MOND
Hausaufgabe: Definition Mond
Der Mond ist der Trabant (Satellit) der Erde, er hat eine mittlere Umlaufgeschwindigkeit von 27. Erdtagen und einen mittleren Abstand von 390’339.2 km welcher immer wieder Schwankt also mal weiter entfernt ist und mal dichter. Der Mond hat eine Eigenrotation um sich selbst, die mit der Umlaufbahngeschwindigkeit fast übereinstimmt. Daher sehen wir den Mond immer nur von ein und der selben Seite.
Der Mond ist gezeichnet von 30'000 bekannten Kratern mit mind. 1 km Durchmesser und Gebirgsstreifen mit einem Höhenprofil von bis zu 10 km sowie den grossen ebenen Flächen welche Mare genannt werden. Der Durchmesser des Mondes beträgt 3’476 km.
Der berühmte Mann im Mond wird durch die Nördliche sichtbare Struktur aus Mare, Krater und Gebirgsstreifen gebildet.
Durch die Bewegung des Mondes auf seiner Mondlaufbahn um die Erde hat er immer wieder eine andere Position zur Sonne, wodurch sich die bekannten Mondphasen wie Leermond, zunehmender Mond, Halbmond, Vollmond und abnehmender Mond bilden.
Die Bezeichnung Mondfinsternis bezeichnet den Moment, wo wirklich auf die Mondoberfläche keine Sonne scheint, weil die Erde diese abdeckt.
Für uns Erdbewohner gibt es dann das Gegenstück die sogenannte Sonnenfinsternis, welche dadurch kommt, das der Mond die Sonne abdeckt. Wir haben dann keine sicht auf die Sonne. Astronomen sind an diesen Tagen immer ganz angespannt und versuchen dann die Korona also den Feuerrand der Sonnenoberfläche zu Fotografieren.
Als Karla damit fertig ist, ruft Ihre Mutter auch schon zum Abendessen. Also verräumt Sie Ihr Schulheft, das Lehrbuch und die Federtasche im Schulranzen und versorgt diesen bis Morgen unter dem Schreibtisch.
Beim Abendessen erzählt Sie aufgeregt Ihren Eltern von dem spannenden Mond und von den gestrigen Beobachtungen mit Ihren Freunden beim grossen Baum. Sie gibt Ihren Eltern den Zettel von Herrn Neptun zur Information bezüglich dem Mondbeobachtungsabend. Ihr Vati unterzeichnet diesen und wünscht Ihr dabei viel Spass. Karla hilft noch beim Abwaschen und macht sich danach auf zum grossen Baum auf der Südseite ihres Terrains.
Auch Paula hatte sogleich nach dem Sie zu Hause angekommen war Ihren Schreibtisch aufgesucht und das Lehrbuch samt Federtasche und Schulheft auf diesem Ausgebreitet. Vertieft hat sie das Kapitel über den Mond gelesen. Sie hatte das ganze so vertieft, das Sie in Gedanken die erlebten Bilder des vergangenen Abends wieder vor Ihren Augen sah. Sie konnte sich kaum Vorstellen, dass Sie im Fernrohr wo ja der ganze Mond riesig erschienen war 30'000 Krater gesehen hatte. Es viel Ihr auch schwer sich vorzustellen das die gebirgigen Gegenden bis zu 10 km Höhe haben sollten. Die Mare und der Mann im Mond die waren Ihr geläufig und nachvollziehbar. Spannend fand Sie auch die Mond- und Sonnenfinsternis. Aber das Sie den Mond immer nur von einer Seite sehen würden fand sie schade. Und Sie wollte unbedingt mal die Andere Seite sehen. Im Lehrbuch war aber kein Bild zu finden. Spannend war auch das die Menschen schon mal auf dem Mond waren aber von Mäusen stand da nichts....
Auch Sie hat dann die vorgeschriebenen Hausaufgaben relativ schön in Ihr Schulheft geschrieben. Leider war sie heute Abend alleine und musste sich selbst was zum Essen suchen. Aber auch das war Paula mittlerweile gewohnt. Es waren noch 20 Min. bis zum Sonnenuntergang als Paula aus dem Haus ging.
Bei den beiden Jungs lief der Nachmittag ganz anders ab. Toni war klar, das Karla die Hausaufgaben perfekt machen würde und Paula dank Ihrer Träumereien eine gute Hausarbeit liefern würde. Sie könnten aus den beiden Hausaufgaben zwei weitere brauchbare Varianten erstellen. Herr Neptun würde das schon nicht merken und Werner stimmte Tonis Idee zu. Jetzt waren sie kurz vor der alten Werkstatt von Werners Vater wo in den letzten Tagen das Fernrohr entstanden war. Werner hatte eine Idee entwickelt, wie man das Fernrohr stabil aufstellen könnte, so das alle Kinder den Mond gut sehen könnten. Toni hatte der Idee noch den springenden Hinweis gegeben und Werner war jetzt überzeugt das Sie bis heute Abend einen brauchbaren Ständer hätten. Werner holte ein altes MARS Papier aus der Tasche und Malte mit seinem Füller den Ständer grob auf. Für Toni hat er dann einige Punkte umkreist und die Details besprochen. Anhand dieser haben sie die Liste der benötigten Materialien zusammengestellt.
Material:
Stock / Holzleisten
Schrauben /Nägel
Band / Klebeband
Draht / Metallstangen
Tischtennisball / Golfball
Jetzt konnte es los gehen und gemeinsam sind sie zur Müllhalde gegangen.....
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